Beratung und Prävention

21. NOV 2017 Informationen

An einer Schule gibt es viele Anlässe für Beratung. Uns ist wichtig, möglichst frühzeitig mit Schülerinnen und Schülern[1] und deren Eltern in Kontakt zu treten, wenn offene Fragen geklärt werden sollen oder Hilfe und Unterstützung bei ganz unterschiedlichen Themen benötigt wird. Wir haben ein offenes Ohr bei allen Arten von Schwierigkeiten und Probleme und versuchen, gemeinsam gute Lösungswege zu finden. Dabei ist uns wertschätzende Kommunikation ein wichtiges Anliegen.

Zugleich sehen wir unsere Aufgabe darin, möglichen Konflikten und Problemen bestmöglich vorzubeugen. Basis dieser Arbeit ist unser Präventionskonzept, das sich den Bedürfnissen und Schwerpunkten in den einzelnen Jahrgangsstufen orientiert und den Entwicklungsphasen unserer Schülerinnen und Schüler angepasst ist.

Wir verstehen Prävention dabei in erster Linie als eine Stärkung von Lebenskompetenzen (Life Skills), die Jugendliche helfen, mit Herausforderungen umzugehen, und der Vermittlung von Bewältigungsstrategien, auf die sie in schwierigen Situationen oder Lebensphasen zurückgreifen können, um so eine Flucht in die Sucht, sei sie stoff- (Drogen, Alkohol…) oder verhaltensgebunden (Spielsucht, Essstörung…), oder das Auftreten von anderen unerwünschten Reaktionen zu vermeiden (Schulängste, häufige Abwesenheit…).

Prävention kann nur erfolgreich sein, wenn sie einen Platz im Alltag der Schülerinnen und Schüler hat, nachhaltig konzipiert ist und sich nicht auf Einzelaktivitäten beschränkt.

Unser Konzept beruht auf drei Säulen:

INFORMATION: Im Fachunterricht werden Kompetenzen und Wissen zu den verschiedensten Themen vermittelt, die in unterschiedlichster Hinsicht präventiv wirksam sind. Das, was ich kenne und womit ich mich sachlich und fachlich auseinandergesetzt habe, kann ich einschätzen und kann eine eigene Haltung dazu entwickeln. Dies gilt für Fragen zur Wirkung von Suchtmitteln, über Gesundheitsvorsorge genauso wie für die Auseinandersetzung mit der Entstehung und Bewältigung von Konflikten, Faktoren der Meinungsbildung, Beschäftigung mit fremden Kulturen, Unterstützung der Persönlichkeitsentwicklung, Demokratieerziehung und vieles mehr. Dabei decken die einzelnen Fächer unterschiedliche Präventionsgebiete ab. Inhalte erfahren eine Vertiefung durch Wiederaufgreifen in verschiedenen Jahrgängen.

AKTION: Wir nehmen uns Zeit im Schulalltag, um unseren Schülerinnen und Schülern pädagogisch begleitet Raum für Selbsterfahrung und Selbstreflexion zu bieten, ihnen neue Erfahrungen im Team zu ermöglichen, die den Zusammenhalt stärken und helfen, Konflikte konstruktiv lösen zu lernen, aber auch eigene Bedürfnisse und Grenzen bewusst machen. Abgestimmt auf Alter und Bedürfnisse unserer SchülerInnen machen wir verschiedene Angebote, teilweise unterstützt durch externe Partner, die die Kinder- und Jugendlichen bei ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und Resilienz stärken.

KOMMUNIKATION: Wir sind davon überzeugt, dass miteinander sprechen wesentlich für erfolgreiche Präventionsarbeit ist. Nur wenn Konflikte nicht unter den Tisch gekehrt werden, Schwierigkeiten, Sorgen und Ängste frühzeitig angesprochen werden, lässt sich verhindern, dass bei Belastung destruktive „Lösungswege“ gesucht werden. Unsere zahlreichen Beratungsangebote bieten über unterschiedliche Ansprechpartner vielseitige Zugänge zum Gespräch. Darüber hinaus arbeiten wir kontinuierlich an einer wertschätzenden Gesprächskultur auf allen Ebenen unserer Schule.

 

 

 

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