Juniorwahl am Gymno - Grüner Wahlsieg, FDP und SPD gleichauf

30. SEP 2021 08:00 - 09:00

Große Enttäuschung bei CDU, AfD und der Linken, Freude über das gute Abschneiden bei den Grünen und der FDP, tiefes Durchatmen bei der SPD – so ließe sich in etwa das Ergebnis der Juniorwahl am Gymnasium Nieder-Olm zusammenfassen.

Während Politiker aller Parteien in den Medien und auf den Marktplätzen des Landes noch um Stimmen warben, durften 326 Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums bereits in der Woche vor der Bundestagswahl im Rahmen des Projektes „Juniorwahl“ ihre Stimmen abgeben.

Die „Juniorwahl“ ist eines der größten Projekte zur politischen Bildung an Schulen und findet seit 1999 regelmäßig parallel zu Landtags-, Bundestags- und Europawahlen statt. Ziel des Projektes, an dem parallel zur diesjährigen Bundestagswahl über 4100 Schulen in ganz Deutschland sowie 60 deutsche Auslandsschulen teilgenommen haben, ist das „Üben und Erlernen von Demokratie“. Dies geschieht bei der Juniorwahl auf zwei Ebenen: Zum einen durch die gezielte Vorbereitung im Unterricht, zum anderen durch die eigenständige Durchführung der Wahlen.

Die theoretischen Grundlagen rund um die Themen Parteien, Wahlen und Wahlkampf wurden den Schülerinnen und Schülern im Vorfeld der Juniorwahl im Sozialkundeunterricht vermittelt. Der praktische Teil des Projektes, die Vorbereitung und Durchführung des Wahlaktes, musste von den Schülern selbst organisiert werden. So mussten in jedem der teilnehmenden Klassen und Kurse der Jahrgangstufen 10 bis 12 Wahlhelfer bestimmt werden, die – wie bei den richtigen Bundestags-wahlen – Wählerverzeichnisse anlegten und Wahlbenachrichtigungen an ihre Mitschüler ausgaben. Aufgrund der Corona-Pandemie und den besonderen Hygienebestimmungen musste der Wahlvorgang klassen- und kursintern in den Sozialkundestunden im Klassenraum durchgeführt werden und nicht wie sonst üblich, in einem besonderen Wahlraum mit Wahlvorstand, Computer oder Wahlurne.

Bündnis 90/Die Grünen konnten sich bei der Juniorwahl am Gymno nicht nur über die mit Abstand meisten Zweitstimmen freuen, sondern auch über die meisten Erststimmen: Mit großem Abstand konnte Tabea Rößner von den Grünen das Rennen um das Direktmandat für den Wahlkreis Mainz-Bingen für sich entscheiden und verwies Daniel Baldy von der SPD und Ursula Groden-Kranich von der CDU auf die Plätze zwei und drei.   

Auch wenn aufgrund der Corona-Pandemie der Wahlvorgang nicht wie üblich durchgeführt werden konnte, waren Wahlhelfer und die teilnehmenden Schüler mit viel Engagement bei der Sache. Das übergeordnete Ziel, der allgemeinen „Politikmüdigkeit“ bei Jugendlichen entgegenzuwirken, scheint angesichts der sehr hohen Wahlbeteiligung von 94,5% erreicht worden zu sein. 

Hier sind die Ergebnisse der Juniorwahl am Gymnasium Nieder-Olm im Überblick:

Ergebnis der Auszählung der Erststimmen:

Tabea Rößner (B90/Grüne)

88

Daniel Baldy (SPD)

61

Ursula Groden-Kranich (CDU)

46

Klaus Sartorius (FDP)

37

Gerhard Trabert (Die Linke)

29

Dr. Florian Köhler-Langes (Volt)

7

Daniela Zaun (Die Partei)

7

Bodo Noeske (Piraten)

6

Michael Ruf (ÖDP)

6

Sebastian Münzenmaier (AfD)

5

Gerhard Wenderoth (Freie Wähler)

4

David Kaufmann (Die Humanisten)

3

Markus Heil (Einzelbewerber)

2

Dr. Jörg Heuser (dieBasis)

1

 

Das Endergebnis der Juniorwahl 2021, an der sich bundesweit 4175 Schulen beteiligten, ist auf der Seite https://www.juniorwahl.de/juniorwahl-btw-2021.html zu finden.

 

Text und Grafik: Mathias Brug

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