SEB: KnowledgeCafé - Meet the Expert

23. SEP 2017 Aktuelles

KnowledgeCafé – Meet the Expert

Sie wollten es wirklich genau wissen, die jungen Damen und Herren der Klassenstufe 12 und 13: Wie geht Online-Banking, wie ist das mit dem Bausparen und wie bezahle ich am besten im Ausland?

Die Antworten darauf hatte Benjamin Gaulke, Kundenberater und Geschäftsstellenleiter der Sparkasse Mainz. Sein Tipp: eine Mischung aus EC-Karte, Kreditkarte und Bargeld hat sich im Ausland bewährt. Allerdings sollte man vorher bei seiner Bank nachfragen, ob die EC-Karte überhaupt für die anderen EU-Länder freigeschaltet ist. Und bei Kreditkarten kann man entweder ein Prepaid-Modell nutzen oder die Karte der Eltern. Dann sollte aber am besten ein Kreditrahmen festgelegt werden, damit man nur das Geld ausgeben kann, das auch wirklich auf dem Konto ist.

Ganz handfest ging es auch beim Thema Steuern zur Sache: hier standen Lisa Hessinger und Jonus Senel vom Finanzamt Mainz Süd Rede und Antwort. Ihr Tipp: alle Quittungen für Bücher, Büromaterial und Briefmarken in einem Schuhkarton sammeln. Dann kann man seine Ausgaben beim Lohnsteuerjahresausgleich prima belegen. Denn wer Einnahmen versteuern muss, hat auch das Recht, seine Ausgaben geltend zu machen. Während des Studiums sind das Sonderausgaben mit einer Höchstgrenze von 6.000 Euro. Bei einem Dualen Studium mit richtigem Gehalt kann man dagegen Werbungskosten geltend machen ohne Höchstbetrag. Generell gilt aber: für Schüler und Studenten sind Jobs bis 450 Euro steuerfrei!

Eine Frage des Geldes ist dann auch die Wohnungssuche. Frederick Bolenz von Mayence Immobilien rät dringend, nicht mehr als ein Drittel seines Einkommens für Miete auszugeben! Dabei sollte man sich vorher fragen, ob es eine WG sein soll, ein Zimmer in der Stadt oder auf dem Land und was man sich überhaupt leisten kann. Bei der Suche können dann Internetportale, soziale Netzwerke, Freunde und Verwandte weiterhelfen. Auch Zettel an der Uni oder an Laternenpfählen haben sich durchaus bewährt. Sein Tipp für die Wohnungsbesichtigung: sortierte Unterlagen, gepflegtes Auftreten und eine gute Selbstdarstellung!

Auch die Runde mit Claus Vey war gut besucht. Der Finanzplaner und Versicherungsmakler sagt ganz klar, dass eigentlich nur drei Versicherungen wirklich wichtig sind: Haftpflichtversicherung, Krankenversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung. Auch ein Auto muss natürlich versichert werden. Dabei hilft es leider nur bedingt weiter, wenn man den Wagen auf die Eltern anmeldet -  die bessere Schadensfreiheitsklasse ist nämlich schnell futsch, wenn man den Wagen dann übernimmt. Die Klasse wird schließlich danach berechnet, wie lange man den Führerschein schon hat. Sein Tipp: bloß nicht von Vergleichsportalen im Internet blenden lassen. Die bekommen Provision und sind alles andere als unabhängig!

Ein kleiner Ausschnitt aus all den Themen, die bei unserem Pilotprojet angesprochen wurden. Den Schülern hat es offensichtlich gefallen, das Feedback war durchweg positiv. Und deshalb ist klar: Das machen wir im nächsten Jahr wieder!

Text und Foto: SEB

Dagmar Deilmann-Werra


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