„Schau mich an!“

09. DEZ 2019 Aktuelles

Unter diesem Titel war vom 18.11. bis 6.12.19 im Gymnasium Nieder-Olm eine Wanderausstellung zu sehen, die die Friedensarbeit der Bildungs- und Begegnungsstätte Givat Haviva in Israel vorstellt. 

Jüdische und arabische Menschen stehen sich in Israel scheinbar unversöhnlich gegenüber. In verschiedenen Projekten begegnen sich Jugendliche, die vielleicht Tür an Tür leben, sich aber im normalen Alltag nie kennen gelernt hätten. Sie werden ermutigt, die Perspektive zu wechseln und sich ein eigenes Bild von den „anderen“ zu machen. Frieden zu stiften durch gegenseitiges Kennenlernen ist ein wichtiges Anliegen für Givat Haviva. Der Einsatz für eine tolerante Gesellschaft steht im Mittelpunkt. Wer Israel besucht, dem wird unmittelbar vor Augen geführt, mit welchen täglichen Schwierigkeiten Juden und Araber umgehen müssen. So berichtete Maren Hermen, Schülerin der Jahrgangsstufe 13, während der Ausstellungseröffnung eindrücklich von ihren Erfahrungen der Israel-Fahrt des Gymno im Februar 2019. 

„Echt krass!“ „Voll rassistisch!“ „Extrem!“ So empfanden Schülerinnen und Schüler der Orientierungsstufe den Gang durch die Info-Stelen der Ausstellung, die die Konflikte zwischen jüdischen und arabischen Israelis zeigen. Als Botschaft für ihren Alltag konnten sie mitnehmen, wie wichtig es ist, beide Seiten genau zu betrachten, Verständnis für andere aufzubringen und nicht vorschnell zu verurteilen. 

Die 9. Sozialkunde-Klasse von Herrn Koether gestaltete in Projektarbeit eindrucksvoll eine kreativ-künstlerische Umsetzung des Nahost-Konflikts: Im Schuhkarton wurden Landschaft, Grenzmauer und Stacheldraht modelliert. An den Seiten erklären Info-Texte die Geschichte des komplexen Konflikts. 

Besonders interessiert zeigten sich Schülerinnen und Schüler der Oberstufe, die sogar dazu eingeladen sind, ein mehrwöchiges Praktikum in den Ferien bei Givat Haviva in Israel zu machen.

Text und Fotos: Sabine Hess


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