Abitur und was dann? – INPRAXI hilft weiter

31. JAN 2020 Aktuelles

Spätestens wenn das Abitur naht, ist es an der Zeit, den weiteren Lebensweg zu planen. Wie man da am besten vorgeht, das erfuhren die Schüler im Rahmen der Berufsorientierung INPRAXI.

Seit 2011 laden der Schultelternbeirat (SEB) zusammen mit dem GYMNO-Berufsorientierungsstab und dem Bildungspartner Granini Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 bis 12 dazu ein. Das Interesse war auch in diesem Jahr wieder groß. 

„Das Haus brummt“, freute sich Schulleiterin Christel Frey angesichts der rund 140 Jugendlichen, die am Abend ihre Schule besuchten. Zwei von 21 Workshops aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen konnten sie auswählen, um sich ein Bild von ihrem möglichen späteren Beruf zu machen. Die Berufe werden jedes Jahr von den Schülern ausgewählt“, sagte SEB-Vorsitzende Anja Noky, „wir versuchen, möglichst alle Wünsche zu erfüllen und freuen uns daher immer sehr über neue Referenten.“

Da die Referenten Eltern von GYMNO-Schülern sind und keine Firmen- oder Behördenabgesandten, erleichtere das den Austausch, erklärte Lehrerin Astrid Schleicher, die die Berufsorientierung am GYMNO steuert: „Zu wissen, dass der Referent der Vater oder die Mutter von einem Mitschüler ist, senkt die Hemmschwelle, eine Frage zu stellen.“

Überraschenderweise verzeichnet der Workshop von Psychotherapeutin Dr. Silva Glindemann seit Jahren den größten Zulauf bei den Schülern. Denn laut Statistischem Bundesamt rangieren die Fächer Humanmedizin/Gesundheitswissenschaften nach den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Ingenieurwissenschaften, Geisteswissenschaften, Mathematik und Naturwissenschaften auf Platz fünf. 

Von Peter Stulz, Inhaber einer Designagentur in Mainz, ließen sich insgesamt zwei Dutzend Schüler darüber aufklären, dass man sich als angehender Grafiker mit einer Mappe und einer Aufnahmeprüfung an einer Hochschule bewerben muss. Das war für Celine, Jahrgangsstufe 10, neu und auch Freundin Marit, Kunst-LK, weiß noch nicht, ob das was für sie ist. Ein Tipp vom Fachmann, seinen Berufswunsch genau auszuloten: „Wichtiger als gut zeichnen zu können sind Vielseitigkeit, Kreativität und Verkaufstalent. Der Markt ist voll von guten Designern.“

Tabea, Jahrgangsstufe 11, hat sich für den Workshop von Sozialpädagogin Christina Neff entschieden. Sie liebäugelt mit einem sozialen Beruf. Christina Neff rät allen Anwärtern, schon während der Schulzeit ein Praktikum zu machen und sei es nur für einen Tag.

Wen es in die große weite Welt zieht, der ist zum Beispiel bei einem Finanzdienstleister gut aufgehoben. Finanzanalyst Benjamin Schmidt von der Ratingagentur Fitch Ratings, hat im vergangenen Jahr 22 Trips quer über den Globus gezählt. Neben Zahlen, Excel-Tabellen, Jahresabschlussberichten etwas von der Welt sehen, das gefiel auch einer Workshop-Teilnehmerin. So abwechslungsreich hatte sie sich den Job nicht vorgestellt.

Text: Anuschka Weisener 

Fotos: Pirmin Maurer


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