Die zweite Code Night am GYMNO mit 80 Teilnehmern am Start!

28. OKT 2018 Aktuelles

Die zweite offizielle Code Night am Gymnasium Nieder-Olm war ein voller Erfolg. Rund 80 Schülerinnen und Schüler von Klasse 7 an aufwärts waren gekommen, um zu programmieren, zu spielen oder zu gestalten. Organisiert und eingeladen hatte der Schulelternbeirat, allen voran Michael Tobian (Arbeitskreis Medien), der gleich drei seiner Arbeitskollegen vom Software-Riesen SAP als Coaches mitgebracht hatte.

„Wir sind von der Motivation und der Kreativität der Schüler sehr beeindruckt“, sagte Tobian. Denn nicht alle, die gekommen waren, waren IT-kundig. Für einige war das Programmieren Neuland, so wie für Isabelle, Klasse 7. Sie sitzt in einem der vier Computerräume an einem Rechner und bastelt mit Mouse und Tastatur an einem Spiel, das sie sich selbst ausgedacht hat: „Es geht darum, die Malspur nicht zu berühren“, sagt sie, während auf ihrem Bildschirm ein pinkfarbenes Gebilde entsteht, das dem Geschicklichkeitsspiel „Der heiße Draht“ ähnelt. „Was mir noch fehlt, ist das „Game over“-Signal beim Berühren der Linie.“ Aber sie ist sich sicher, das klappt noch heute Abend.

In den vier parallel verlaufenden Kursen stellten die Schüler Kunst oder Animationen mit SNAP! her, informierten sich über Projekte mit dem Raspberry Pi (ein Mini-Computer ohne Gehäuse) oder programmierten eine Wetterstation. Hannah und Emelie sind beide 13 Jahre alt und gehen in die 8. Klasse. Mit Hilfe eines Arduino-Baukastens und einer passenden Programmiersprache  folgen sie Schritt für Schritt den Anweisungen des Referenten: „Wir sind gespannt, was rauskommt, wenn wir das eingeben“, sagt Emelie. Im besten Fall zeigt das Gerät am Ende der Stunde die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Klassenzimmer an.

Der Termin Ende Oktober fiel nicht zufällig, sondern orientierte sich an der Europäischen Code Week, die zum 6. Mal in ganz Europa startete. Damit will die von der EU-Kommission geförderte Aktions-Woche bei Kindern, Eltern und Lehrern das Programmieren und die digitalen Kompetenzen fördern. Für Referent, IT-Forscher und Hauptentwickler der Programmiersprache SNAP!, Jens Mönig, einer der Hauptgründe, an der Code-Night teilzunehmen: „Digital Citizenship, also digitale Bildung, ist meiner Meinung nach ein Grundrecht.“ In einer durchdigitalisierten Welt sei es wichtiger denn je, die neuen Technologien kennenzulernen, sie anzuwenden und zu wissen, wie sie funktionieren. Von den Schülern, die an diesem Abend seinen Workshop besuchten, zeigte sich Mönig begeistert: „Ich hatte gerade eine extrem gute Klasse.“ Die Kinder und Jugendlichen wollten die Vorgaben erweitern und ihre eigenen Ideen umsetzen.

In einer Pause konnten sich die Schüler an der Snackbar ein wenig stärken und anschließend einen zweiten Kurs besuchen. Für viele war klar, sie kommen beim nächsten Mal wieder.

Text: Anuschka Weisener (SEB)

Fotos: Pirmin Maurer (SEB), Ernst Breuer


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