Die Schülervertretung 4.0 im Landtag Rheinland-Pfalz

12. NOV 2018 Aktuelles

In Rheinland-Pfalz haben Schülervertretungen unter anderem die Aufgabe, an der Demokratiebildung in der Schule mitzuwirken. Dies ist ein besonderes Anliegen der neuen SV 4.0. Die Begeisterung der Jugend für die Demokratie ist auch ein Anliegen des Herrn Hendrik Hering, Präsident des Landtags Rheinland-Pfalz. Nach einem Schülerpraktikum des Schülervertreters Finn Anstatt kam es zu einer Einladung der gesamten Schülervertretung in den Landtag durch den Landtagspräsidenten.

So fuhren die 14 Schülervertreter am 24. Oktober 2018 mit dem begleitenden Lehrer Herrn Wolfgang Wilhelm nach Mainz. Vor dem ersten Programmpunkt war noch etwas Zeit, sodass Herr Wilhelm der Gruppe das Regierungsviertel zeigen konnte. Dort bestaunten die Schülervertreter die Staatskanzlei, verschiedene Ministerien und das Abgeordnetenhaus. Daran anschließend wurde die Korona um den Unterzeichner, der den Besuch im Landtag organisierte, vom Herrn Landtagspräsidenten zum Mittagessen, einem Pizza-Buffet, im Restaurant Midi eingeladen. Alle waren begeistert. Danach ging es zum Gespräch mit Herrn Hering gemeinsam ins Landesmuseum. Als er dort im Forum eintraf, stellte er sich vor und erläuterte seinen politischen Werdegang. Fasziniert waren die Schülervertreter davon, dass Herr Hering bereits im Grundschulalter politisch aktiv war, indem er gegen die Bevorzugung reicher Kinder vorging.

Dann gab es die Möglichkeit, Fragen an den Landtagspräsidenten zu stellen. Hier kann nur ein Auszug gegeben werden: Da die Schülervertretung mit der Demokratiebildung dort ansetzen möchte, wo die Schüler stehen, fragte der Unterzeichner zuerst, ob die Möglichkeit bestünde, dies durch Tests herauszufinden. Dieses Problem wurde bereits in der Landtagsverwaltung gesehen, da oft Schulklassen dorthin eingeladen werden. Deshalb hat eine Abteilung der Verwaltung eigene Umfragen für Schüler ausgewertet. Den Vorschlag von Herrn Hering, der SV diese Auswertungen zukommen zu lassen, nahm diese dankend an.

Eva Schott stellte fest, dass das Demokratiebewusstsein im Gymnasium Nieder-Olm noch ausgebaut werden sollte. Deswegen plane die Schülervertretung nun parallel zu den bereits bestehenden SV-Gruppen die Gründung einer weiteren Gruppe, die sich nur mit dem Thema Demokratie beschäftigt. Der Unterzeichner fügte an, dass man in dieser Gruppe die Satzung des bisherigen Wahlsystems reformieren und damit ein Schülerparlament einführen könnte. Herr Hering begrüßt diese Ideen, da sie zur Demokratiebildung ungemein beitragen würden.

Annika Tillmann findet es schade, dass das Programm zum Demokratietag vielen unbekannt sei und einige Lehrer das Programm dazu nicht ansprechen würden. Nur wer bereits politisch interessiert sei, könne diesen Tag kennen. Herr Hering antwortete, dass der Landtag daran arbeitet, den Demokratietag populärer zu machen. Auch Lehrer würden in Zukunft besser darüber informiert werden. Damit wir uns ein Bild von der Breite des Programms machen können, wird uns im Nachgang eine Übersicht über das Programm zugeschickt.

Der letzte Punkt in unserer Tagesordnung war die Teilnahme an einer Plenarsitzung. Die Gruppe hatte Glück, denn die Ministerpräsidentin hielt gerade eine Rede zum Thema Haushalt. Alle Schülervertreter waren begeistert davon, Frau Dreyer einmal in Echt erleben zu dürfen. Die SV 4.0 stellte fest, dass der Landtag und die Klassensprecherversammlung doch gar nicht so verschieden sind. Der Anfang ist gemacht.

Text: Finn Anstatt, Schülervertreter, Gruppe Kommunikation

Foto: Theresa Karl

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