An zwei eindrucksvollen Konzertabenden präsentierten die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Nieder-Olm am 10. und 11. Juni in der bis auf den letzten Platz gefüllten Sängerhalle in Saulheim die ganze Bandbreite ihres musikalischen Könnens.
Die Sommerkonzerte zeigten einmal mehr, wie lebendig und vielfältig das Musikleben am GYMNO ist und mit welchem Engagement die jungen Musikerinnen und Musiker ihre Programme auf die Bühne bringen.
Den ersten Konzertabend gestalteten die vier Gesangsklassen der Jahrgangsstufe 5, der Unterstufenchor, die Streicher-AG sowie das Orchester. Die Auftritte der Gesangsklassen überzeugten dabei nicht nur musikalisch, sondern auch durch ihre kreative Gestaltung. Die Schülerinnen und Schüler bereicherten ihre Beiträge durch kleine akrobatische Einlagen und den Einsatz zusätzlicher Instrumente wie Blockflöte und Gitarre.
Auch die Streicher-AG der sechsten Klassen zeigte eindrucksvoll ihr Können. Da die Gruppe ausschließlich aus Celli und Kontrabässen besteht, konnten die jungen Musikerinnen und Musiker besonders ihre Fähigkeiten sowohl im Streichen als auch im Zupfen präsentieren und dabei die klangliche Vielfalt ihrer Instrumente eindrucksvoll unter Beweis stellen. Mit den Stücken „Shark Attack“ und „Bow Rock“ demonstrierten sie eindrucksvoll, wie abwechslungsreich und mitreißend Streicherklänge sein können.
Das Orchester überzeugte in reiner Streicherbesetzung mit großer Spielfreude und musikalischer Ausdruckskraft. Besonders die Bearbeitung aus Camille Saint-Saëns' „Karneval der Tiere“ bot den einzelnen Instrumentengruppen die Möglichkeit, sich solistisch zu präsentieren: Die Celli gestalteten die Schwäne, die Bratschen die Löwinnen, der Kontrabass den Elefanten, bevor die Geigen das Werk mit dem Finale abschlossen. Gleichzeitig zeigte sich hier auch die erfolgreiche Nachwuchsarbeit der Schule: Einige Schülerinnen und Schüler, die zunächst in der Streicher-AG musiziert hatten, spielen inzwischen im Orchester. Damit wird die Streicher-AG ihrem Anspruch als wichtige Entwicklungsmöglichkeit und Vorbereitung auf das Orchesterspiel in besonderer Weise gerecht.
Für einen besonderen Abschluss sorgte das gemeinsame Finale mit „Viva la Vida“. Alle Mitwirkenden des Abends – Sängerinnen und Sänger ebenso wie die Instrumentalistinnen und Instrumentalisten – versammelten sich auf der Bühne und erfüllten die Sängerhalle mit einem beeindruckenden Klangbild. Für den mitreißenden Rhythmus beim vorletzten Stück "An guten Tagen" sorgte dabei Hennes Rohn am Schlagzeug, bevor er danach wieder in den Unterstufenchor zurückkehrte. Das Publikum dankte den jungen Musikerinnen und Musikern mit großem Applaus.
Am zweiten Konzertabend standen die Projekttagsband, die Gesangsklasse 7b, der Mittelstufenchor, der Oberstufenchor sowie die beiden Kammerchöre auf der Bühne. Die Gesangsklasse 7b feierte dabei eine besondere Premiere: Erstmals trat eine 7. Klasse als Gesangsklasse im Rahmen der Sommerkonzerte auf. Das Pilotprojekt, das die erfolgreiche Arbeit der Gesangsklassen aus den Jahrgangsstufen 5 und 6 nun in den Klassenstufen 7 und 8 fortführt, zeigte eindrucksvoll sein Potenzial.
Unterstützt wurden die Ensembles von zahlreichen Schülerinnen und Schülern an den Instrumenten. Stellvertretend seien Valentin Lange am Klavier, Maxim Kaufmann am Bass, Max Prick an der Gitarre, Henry Fee an Gitarre und Schlagzeug sowie Liv Thatenhorst am Schlagzeug genannt, die gemeinsam mit vielen weiteren Musikerinnen und Musikern für einen mitreißenden Bandsound sorgten.
Der Mittelstufenchor begeisterte besonders mit dem Song „Unwritten“, bei dem das Publikum begeistert mitklatschte und die Sängerinnen und Sänger mit ihrer Spielfreude ansteckte. Ein weiterer Höhepunkt war die Darbietung von „Stitches“ durch den Kammerchor des Mittelstufenchores, die durch ihre Präzision und musikalische Ausdruckskraft überzeugte. Ebenso beeindruckte der Kammerchor mit „Baba Yetu“ von Christopher Tin, einer Vertonung des Vaterunsers auf Swahili, die auf faszinierende Weise Elemente von Weltmusik, Klassik und Filmmusik miteinander verbindet.
Auch der Oberstufenchor beeindruckte mit einem anspruchsvollen Programm. Besonders hervorzuheben sind die hervorragenden Leistungen der Solistinnen und Solisten, die den Stücken eine besondere Strahlkraft verliehen. Für einen echten Gänsehautmoment sorgte die Aufführung von „Bohemian Rhapsody“, die das Publikum mit großer Begeisterung aufnahm.
Den krönenden Abschluss des Konzertabends bildete „Skyfall“, das gemeinsam vom Mittelstufen- und Oberstufenchor präsentiert wurde. Mehr als 130 Sängerinnen und Sänger standen dabei gleichzeitig auf der Bühne und sorgten für einen gewaltigen Klang, der die Sängerhalle erfüllte und das Publikum nachhaltig beeindruckte.
Die Sommerkonzerte 2026 haben eindrucksvoll gezeigt, welche musikalische Vielfalt am Gymnasium Nieder-Olm gelebt wird. Die Leistungen aller Schülerinnen und Schüler, die intensive Vorbereitung und die Begeisterung für die Musik machten beide Abende zu einem besonderen Erlebnis für Mitwirkende und Publikum gleichermaßen. Die lang anhaltenden Ovationen am Ende der Konzerte waren der verdiente Lohn für zwei außergewöhnliche musikalische Sommerabende.
Text: Anke Ibata
Fotos: Mathias Brug, Stefanie Kiehn