Spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen bei der Juniorwahl

22. MRZ 2026 Aktuelles

Wenn es nach den Schülerinnen und Schülern am Gymno ginge, würden in der nächsten Legislaturperiode fünf Parteien im Mainzer Landtag vertreten sein. Der zukünftige Ministerpräsident wäre der alte – Alexander Schweitzer von der SPD (24,7%). Mit äußerst knappem Vorsprung von gerade einmal 0,5 % setzte er sich gegen seinen Herausforderer von der CDU, Gordon Schnieder, durch. Auf Platz drei landeten Bündnis 90/Die Grünen (15,8%). Auch die FDP (7,1%) und Die Linke (9,6%) schafften den Einzug in den Landtag. AfD, BSW, Volt und Freie Wähler scheiterten dagegen an der 5%-Hürde. Das Direktmandat für den Wahlkreis holte sich Nina Klinkel von der SPD.    

Während Politiker aller Parteien in den Medien und auf den Marktplätzen des Landes noch um Stimmen im Wahlkampf warben, durften knapp 500 Schülerinnen und Schüler unseres Gymnasiums bereits drei Tage vor der Landtagswahl im Rahmen des Projektes „Juniorwahl“ ihre Stimmen abgeben.

Die „Juniorwahl“ ist eines der größten Projekte zur politischen Bildung an Schulen und findet seit 1999 regelmäßig parallel zu Landtags-, Bundestags- und Europawahlen statt. Ziel des Projektes, an dem parallel zur diesjährigen Landtagswahl knapp 400 Schulen und über 100000 Jugendliche teilgenommen haben, ist das „Üben und Erlernen von Demokratie“. Dies geschieht bei der Juniorwahl auf zwei Ebenen: Zum einen durch die gezielte Vorbereitung im Unterricht, zum anderen durch die eigenständige Durchführung der Wahlen.

Die theoretischen Grundlagen rund um die Themen Parteien, Wahlen und Wahlkampf wurden den Schülerinnen und Schülern im Vorfeld der Juniorwahl im Sozialkundeunterricht vermittelt. Der praktische Teil des Projektes, die Vorbereitung und Durchführung des Wahlaktes, musste von den Schülern selbst organisiert werden. So mussten in jedem der 20 teilnehmenden Klassen und Kurse Wahlhelfer bestimmt werden, die – wie bei den richtigen Wahlen – Wählerverzeichnisse anlegten und Wahlbenachrichtigungen an ihre Mitschüler ausgaben. Den korrekten Ablauf der Wahlen überwachte dann an den beiden Wahltagen der Wahlvorstand, der aus Schülerinnen und Schülern des Sozialkunde-Leistungskurses 11SK1 und der Klasse 10d bestand.

Der Wahlvorstand hatte die Aufgabe, die Wahlbenachrichtigungen und die Personalausweise zu kontrollieren und mit den Angaben der Wählerverzeichnisse abzugleichen. Stimmten die Angaben, bekamen die Schüler ihren Stimmzettel und durften in den Wahlkabinen ihre freie und geheime Wahl treffen.

Auch wenn gelegentlich Wahlbenachrichtigungen oder Ausweise vergessen wurden, oder – wie bei den richtigen Wahlen – sich Warteschlangen vor den Wahlkabinen bildeten, waren Wahlvorstand, Wahlhelfer und die teilnehmenden Schüler mit viel Engagement bei der Sache. Das übergeordnete Ziel, der allgemeinen „Politikmüdigkeit“ bei Jugendlichen entgegenzuwirken, scheint angesichts der Wahlbeteiligung von 85,55%  erreicht worden zu sein.   

Das landesweite Ergebnis der Juniorwahl zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2026 ist unter folgendem Link zu finden: https://www.juniorwahl.de/rheinland-pfalz.

Text, Fotos und Grafiken: Mathias Brug


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