SPANISCH

11. MAI 2016 Informationen

Spanisch am Gymnasium Nieder-Olm

Spanisch wird am Gymnasium Nieder-Olm als dritte (fakultative) Fremdsprache in der Klasse 9 und 10, als fortgeführtes Grundfach sowie seit 2012/13 auch als Leistungsfach in der Oberstufe unterrichtet. Wenn ihr Kind Spanisch lernen möchte, so denken Sie bitte daran, dass es nur in Jahrgangsstufe 9 einsetzen kann (bzw. 8 für BeGyS).


Spanischunterricht – schneller Lernfortschritt und attraktive Inhalte motivieren

Der Unterricht verteilt sich auf insgesamt fünf Jahre Unterricht bis Jahrgangsstufe 13. Viele Schülerinnen und Schüler erreichen bis zum Abitur ein beachtliches Sprachniveau, das sie u.a. befähigt, ein Studium der Hispanistik an einer Universität zu beginnen. Dies liegt sicherlich auch an der erfreulich hohen Motivation der Schülerinnen und Schüler, die Spanisch freiwillig bis zum Abitur belegen. Die Schule bietet den Schülerinnen und Schülern die einmalige Möglichkeit, in relativ homogenen Gruppen die Sprache schnell und effektiv zu lernen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf den kommunikativen Fähigkeiten. Der Spanischunterricht als dritte Fremdsprache zeichnet sich durch einen schnellen Lernfortschritt und die inhaltlich ansprechende wie anspruchsvolle Arbeit in der Oberstufe aus.


Zunächst steht der Spracherwerb im Vordergrund. Für die erfahrenen Fremdsprachenlerner der Klasse 9 ist Spanisch zu lernen wie ein Strandspaziergang. Spanisch lernt sich vergleichbar leicht – aus mehreren Gründen:
Zum Zeitpunkt der Wahl der dritten Fremsprache können alle Schüler des Gymnasiums Nieder-Olm einerseits bereits zumindest entweder Französisch oder Latein, zwei Sprachen, die ideale Voraussetzung für den Erwerb der ebenfalls romanischen Sprache Spanisch sind. Viele Vokabeln werden als “alte Bekannte” in modifizierter Form wiedererkannt. „Man kann sich viel aus dem Französischen herleiten; aber auch wenn man nicht so gut in Französisch ist, ist das kein großes Problem”, so Ines (9e). Für alle diejenigen, zu deren Lieblingsfächern Französisch nicht gehört, kann Spanisch eine neue Chance sein, einer wichtigen Fremsprache ganz neu mit Erfolg und Spaß zu begegnen. „Man hat meist erst in der neunten Klasse begriffen, dass Grammatik- und Vokabellernen sehr wichtig ist und so ist Spanisch eine neue Chance” (Adrian, 9e).
An der Sprache selbst erkennen die Schüler andererseits schnell lernerfreundliche Aspekte: „Die Satzstrukturen sind einfach, z.B. kann man die Subjektpronomen zum großen Teil weglassen” (Ines, 9e). Die Grammatik ist insgesamt relativ überschaubar, die Anzahl der unregelmäßigen Verben klein und schnell zu erlernen. Anna-Maria (9c) unterstreicht: „Die Aussprache ist viel einfacher als im Französischen. Man spricht meist, wie es geschrieben wird (und natürlich umgekehrt).” Ausspracheunsicherheiten oder Rechtschreibprobleme, wie sie den Schülern aus der Muttersprache, aber auch aus anderen modernen Fremdsprachen bekannt sind, gibt es hier nach einer Einführung in die klaren Regularitäten auf den Gebiet praktisch nicht.
„Insgesamt ist der Aufwand relativ gering, doch man lernt eine Menge”, betont Constanze (9f). Die schnellen Fortschritte motivieren und lassen früh kreative Aufgaben zu. „Schön ist, dass die Sprache es ermöglicht, schon von Anfang an kleine Texte und Dialoge zu verfassen.” (Hanna, 9e) Auch können nach einer ersten längeren Lernphase bereits leichte Texte, die auch unbekanntes Vokabular enthalten, selbstständig erschlossen werden.
Einen nicht ganz leichten Aspekt des Spanischen kennen die hier zitierten Schüler aus dem Anfangsunterricht jedoch noch nicht. Es ist der Subjuntivo in mehreren Zeiten, ein dem Spanischen eigenes grammatikalisches Phänomen. Gefühle, Ängste, Erwartungen etc. werden in einer Äußerung durch diese Form gekennzeichnet. Für dieses Phänomen muss zunächst etwas Sensibilität entwickelt werden, aber auch hier wird der Lernende schnell erkennen, dass es klare Gesetzmäßigkeiten gibt. Der richtige Gebrauch der Zeiten zum Ausdruck der unterschiedlichen Sehweisen der Vergangenheit erfordert ebenfalls verstärktes Üben. Da sich hier aber Parallelen zum Englischen aufzeigen lassen, relativiert sich die Schwierigkeit.
Mit zunehmender Sprachkompetenz öffnet sich dem Lernenden die Türe zu einer „Neuen Welt“ immer weiter. Landeskundliche und literarische Aspekte werden vermittelt; sie bilden die Grundlage für ein tieferes Verständnis der spanischsprachigen Literatur, der Kultur Spaniens und der großen Kulturkreise Mittel- und Südamerikas. Historische Phänomene wie Diktatur und Demokratisierung, soziale Aspekte wie die Straßenkinder in Lateinamerika, literarische Werke und weitere kulturelle Phänomene können nun Thema werden.
Die Spanischlehrer und -lehrerinnen freuen sich auf euch und beantworten Fragen gerne!

 

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